Kalte Zeiten

Bericht von der Veranstaltung

Toporski, hinten: A. Gratz



Die wahren Opfer des Krieges sind vor allem Kinder und Frauen

BIBERACH (sz) Werner Toporski hat am Sonntagabend im Biberacher Museum vor rund 170 Zuhörern sein preisgekröntes Jugendbuch "Kalte Zeiten" vorgestellt. Am 1.März erscheint die Neuauflage als Taschenbuch. Den themagerechten Rahmen der Lesung mit Musik bildete die Sonder-Austellung "Nationalsozialismus in Biberach".
"Lesung mit Musik" war die Veranstaltung des Friedensbündnisses am Sonntagnachmittag untertitelt. So gaben die Brüder Andreas und Martin Gratz den Ton an. Ihr Motto: "Rock gegen Rechts". Einschlägige Songs von Hannes Wader, Konstantin Wecker, Udo Lindenberg und Improvisationen gaben dem Thema akzentuierten Nachdruck.
Gudrun Zink, engagierte Vertreterin des nun nahezu vier Jahre bestehenden Friedensbündnisses, konnte eine kritisch wache Zuhörerschaft im überfüllten oberen Museumssaal begrüßen. Sie wies auf den bedrückenden Rahmen der bis 18.Februar verlängerten Sonder-Ausstellung hin. Ein genuiner Rahmen für den Hauptteil: die Lesung aus dem Erfolgsbuch von Toporski. Es befasst sich mit den letzten-Wochen des Zweiten Weltkriegs, schildert aus der Sicht des achtjährigen Mädchens vor der anrückenden russischen Front den Fluchtversuch aus Polen.
Die Querflöte mit rhytmisch bekräftigender Gitarrenbegleitung der Gratz-Brüder stimmte auf den Grundton des Buches ein. In bewusst schlichter Sprache zeichnet der Autor den leidvollen Weg des Mädchens Lena vom elterlichen Hof südlich von Warschau - der Vater war als studierter Agrarwirt dorthin von den Nazis zum Aufbau im besetzten Polen abkommandiert worden - gen Westen über die Oder und schließlich nach Deutschland.
Der Autor las, wie sich sein Buch selbst präsentiert: in betont dokumentarischer Absicht, ließ die nüchternen Tatsachen für sich selbst sprechen. Lena existiert wirklich - unter anderem Namen in der Region Oberschwaben -, jemand, der sich dem Autor erst nach längerem Zögern geöffnet hat. "Kinder und Frauen sind immer die wahren Opfer des Krieges", kommentierte Toporski in einer seiner Überleitungen zu den gelesenen Textbeispielen.
Pfarrer Groner fasste den offenbaren Sinn der Veranstaltung "Lesung mit Musik" zusammen: Konflikte seien ohne kriegerische Auseinandersetzung zu bewältigen. Deshalb könnten sich auch wieder bei der nächsten Karfreitags-Mahnwache Menschen aus-verschiedenen Gruppen,-Parteien und Konfessionen auf dem Biberacher Marktplatz versammeln: um die Mitverantwortung aller für den Frieden zu artikulieren.
Der Autor las, wie sich sein Buch selbst präsentiert: in betont dokumentarischer Absicht, ließ die nüchternen Tatsachen für sich selbst sprechen. Lena existiert wirklich - unter anderem Namen in der Region Oberschwaben -, jemand, der sich dem Autor erst nach längerem Zögern geöffnet hat. "Kinder und Frauen sind immer die wahren Opfer des Krieges", kommentierte Toporski in einer seiner Überleitungen zu den gelesenen Textbeispielen. Pfarrer Groner fasste den offenbaren Sinn der Veranstaltung "Lesung mit Musik" zusammen: Konflikte seien ohne kriegerische Auseinandersetzung zu bewältigen. Deshalb könnten sich auch wieder bei der nächsten Karfreitags-Mahnwache Menschen aus-verschiedenen Gruppen,-Parteien und Konfessionen auf dem Biberacher Marktplatz versammeln: um die Mitverantwortung aller für den Frieden zu artikulieren.
Die wahren Opfer des Krieges sind vor allem Kinder und Frauen
Werner Toporski hat am Sonntagabend im Biberacher Museum vor rund 170 Zuhörern sein preisgekröntes Jugendbuch "Kalte Zeiten" vorgestellt. Am 1.März erscheint die Neuauflage als Taschenbuch. Den themagerechten Rahmen der Lesung mit Musik bildete die Sonder-Austellung "Nationalsozialismus in Biberach".
"Lesung mit Musik" war die Veranstaltung des Friedensbündnisses am Sonntagnachmittag untertitelt. So gaben die Brüder Andreas und Martin Gratz den Ton an. Ihr Motto: "Rock gegen Rechts". Einschlägige Songs von Hannes Wader, Konstantin Wecker, Udo Lindenberg und Improvisationen gaben dem Thema akzentuierten Nachdruck.
Gudrun Zink, engagierte Vertreterin des nun nahezu vier Jahre bestehenden Friedensbündnisses, konnte eine kritisch wache Zuhörerschaft im überfüllten oberen Museumssaal begrüßen. Sie wies auf den bedrückenden Rahmen der bis 18.Februar verlängerten Sonder-Ausstellung hin. Ein genuiner Rahmen für den Hauptteil: die Lesung aus dem Erfolgsbuch von Toporski. Es befasst sich mit den letzten-Wochen des Zweiten Weltkriegs, schildert aus der Sicht des achtjährigen Mädchens vor der anrückenden russischen Front den Fluchtversuch aus Polen.
Die Querflöte mit rhytmisch bekräftigender Gitarrenbegleitung der Gratz-Brüder stimmte auf den Grundton des Buches ein. In bewusst schlichter Sprache zeichnet der Autor den leidvollen Weg des Mädchens Lena vom elterlichen Hof südlich von Warschau - der Vater war als studierter Agrarwirt dorthin von den Nazis zum Aufbau im besetzten Polen abkommandiert worden - gen Westen über die Oder und schließlich nach Deutschland.
Der Autor las, wie sich sein Buch selbst präsentiert: in betont dokumentarischer Absicht, ließ die nüchternen Tatsachen für sich selbst sprechen. Lena existiert wirklich - unter anderem Namen in der Region Oberschwaben -, jemand, der sich dem Autor erst nach längerem Zögern geöffnet hat. "Kinder und Frauen sind immer die wahren Opfer des Krieges", kommentierte Toporski in einer seiner Überleitungen zu den gelesenen Textbeispielen.
Pfarrer Groner fasste den offenbaren Sinn der Veranstaltung "Lesung mit Musik" zusammen: Konflikte seien ohne kriegerische Auseinandersetzung zu bewältigen. Deshalb könnten sich auch wieder bei der nächsten Karfreitags-Mahnwache Menschen aus verschiedenen Gruppen, Parteien und Konfessionen auf dem Biberacher Marktplatz versammeln: um die Mitverantwortung aller für den Frieden zu artikulieren.

 

v.l.n.r: M. Gratz, W. Toporski, G. Zink, A. Gratz